Der Corona Virus lässt die Welt schon seit einigen Wochen in Panik geraten. Dabei kann sich noch niemand richtig vorstellen, was dies für Auswirkungen auf die globale Finanzwirtschaft hat. In Deutschland (stand 23.03.20)  sind rund 25.000 Personen an dem neuartigem Virus erkrankt, mehr als 100 Tote, allein in Deutschland. Auf der ganzen Welt sind rund 300.000 Fälle bekannt. Experten rechnen mit einem exponentiellen Anstieg und damit, dass sich rund 60-70% aller Menschen mit dem Sars-Covid 2 Virus infizieren werden.

 

Quelle: insideparadeplatz.ch

Auswirkungen auf die Wirtschaft:

Die Auswirkungen auf die Wirtschaft lassen sich heutzutage noch nicht abschätzen. Ökonomen rechnen jedoch damit, dass Deutschland und Europa in eine tiefe Rezession abstürzen wird. Bis heute wurden Firmen, die die Wirtschaftskraft Deutschlands ausmachten , wie in der Auto- und Metallindustrie geschlossen. So schreibt die Bundesbank in einem Montag veröffentlichten Bericht zur Einschätzung der Lage: “Das abgleiten in eine ausgeprägte Rezession ist nicht zu verhindern”. Eine Besserung sei erst dann möglich, wenn sich die Ausbruchszahlen verlangsamen und die Menschen der Welt wieder konsumieren. Vor allem Firmen in der Gast- und Unterhaltungsbranche sind von dem Virus betroffen. So verkündete die Restaurantkette Vapiano am Freitag seine Insolvenz an. Aber vor allem kleine Gaststättenbetriebe mit weniger als 5 Mitarbeiter haben es schwer mehr als 1-2 Monate ohne Kundschaft zu überbrücken. Umsatzrückgänge von 90-100% belasten die Kassen der Unternehmen.  So gibt es aber auch Übernahmensorgen auf Daimler und Co., wie der Verkehrsminister Andreas Scheuer verkündete. Scheuer wolle die erneute Übernahmewelle durch Abstürze der Aktienkurse verhindern. Bereits 2008 stiegen bei Araber als Großaktionäre bei Daimler ein. Darüber hinaus befürchten Politiker ein Anstieg der Kurzarbeit und somit ein Absturz vieler Familien in die Grundsicherung.

 

So war schon vor dem großen dem großen Ausbruch der Krise ein Anstieg der Kurzarbeit zu beobachten, was auf die ohnehin schwächelnde deutsche Konjunktur zurückzuführen war. Jetzt dürfte die Kurve weiterhin zunehmen, was aus den Prognosen des Ifo Instituts zu entnehmen ist. 

Die Maßnahmen der Regierungen und Zentralbanken

Um  die Folgen des Corona Viruses abzufedern beschlossen die Ökonomen des Staates und der Zentralbanken eine Erhöhung des Kurzarbeitergeld, weitreichende Anleihenkäufe und Förderung der mittelständischen Unternehmen durch Steuerstundung und ausreichende Kredite.

Zentralbank

Am 13.03 beschloss die EZB (Europäische Zentral Bank) ein ausgelagertes Anleihenprogramm durchzuführen, Zinskürzungen wie Zentralbanken in den USA oder London waren nicht bekannt gegeben worden, was auf den geringen Spielraum zurückzuführen war (siehe unten).

Regierung

Die Regierung verspricht eine deutliche Erhöhung des Kurzarbeitergeldes, um das Abrutschen der Familien in die Grundsicherung zu verhindern. Darüber hinaus stellte die Regierung ein Rettungsprogramm für Unternehmen in Aussicht. So sollen Kleinunternehmen 9000€ erhalten – Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeiter rund 15000€. Um die Folgen der Corona Krise zu bewältigen wird die Regierung bis zu 156 Milliarden Euro zu Verfügung stellen. 

Was gibt Hoffnung?

  • Durch die massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens, nimmt die Kontaktfähigkeit untereinander ab. So verkündete das Rober-Koch-Institut (RKI) in der täglichen Pressekonferenz zum Corona-Virus eine Abschwächung der Neuinfektionen. 
  • Regierungen und Zentralbanken verharmlosen das Thema nicht mehr und stellen weitreichende Rettungsprogramme für Unternehmen in Aussicht. 
  • Experten sehen eine Unterbewertung des Kurs-Buchwert am DAX. Die Linie des Buchwerts bot schon in früheren Krisen wie 2008 einen Ankerpunkt.

Unser Anlegertipp

In früheren Rezessionen war die Buchwert Linie ein Ankerpunkt für Käufer. Doch was ist der Buchwert? Der Buchwert eines Unternehmens lässt sich durch den Verkauf der Aktiva (vor allem Vermögensgegestände) und Abbezahlten Schulden ermitteln und bietet so den eigentlichen Wert eines Unternehmens an. Darüber hinaus bietet die Linie um 8000 Punkte eine Käuferzone.